Sonntag, 18. Mai 2014

Sterne

In klaren Nächten kann ich von meinem Fenster aus unzählige kleine Lichter am Himmel bewundern. Alleine sind diese Lichter klein und schwach, doch gibt es so viele von ihnen, dass der gesamte Nachthimmel erleuchtet wird. Je länger ich schaue, desto mehr Lichter entdecke ich und desto heller wird die Nacht. Wo sonst die Dunkelheit herrscht starre ich nun in ein Meer aus Lichtern.
Diese kleinen Lichter können Trost und Zuversicht spenden. Es sind Sterne, die in unvorstellbaren Entfernungen leuchten. Bis ich das Licht der Sterne meine Augen trifft vergehen Jahre, Jahrhunderte und Jahrtausende. Ein Blick in den Himmel ist also immer auch ein Blick in die Vergangenheit. Nein, eigentlich ist er sogar noch viel mehr - Wir sehen nicht nur eine Vergangenheit, sondern unglaublich viele. Jedes Licht hat seine eigene Geschichte und eine weite Reise hinter sich. Was die Lichter wohl schon erlebt haben, auf ihrer Reise durch Raum und Zeit? Sie sind die Zeugen ihrer Reise und weihen uns mit ihrem Licht in ihre Geschichten ein. Sie zeigen uns, dass es vor uns schon etwas gab und dass es auch nach uns etwas geben wird. Denn sie reisen weiterhin unermüdlich, bis das Licht erlischt.

Und vielleicht leuchten auch wir wie die Sterne. Wir können anderen Trost und Zuversicht verbreiten und ein Licht im Dunkeln schenken. Wir können ein Lächeln auf die Gesichter zaubern und zurück geben, was wir bekommen haben. Jeder braucht gewisse Dinge zum Leben, aber jeder hat auch etwas zu geben. Drum lasst uns versuchen etwas Licht zu verbreiten, vor allem in den dunklen Zeiten.

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