Freitag, 18. April 2014

Der Blick aus meinem Fenster

Ich kann von meinem Fenster aus in den Himmel blicken. Über Schornsteinen, Dächern und Antennen kann ich die Vögel fliegen und die Wolken vorbeiziehen sehen. Und bei Nacht, da kann ich die Sterne zählen und mich in Gedanken auf ferne Reisen begeben.
Aus meinem Fenster schaue ich in eine kleine Welt. Eine Welt, die für andere verborgen bleibt. Meine Welt ist meistens ruhig, aber steht niemals still. Und manchmal da stürmt es und dann ist meine Welt laut, dunkel und kalt.

Während unseres Lebens schauen wir durch viele Fenster. Wir sehen die Welt aus unterschiedlichen Blickwinkeln und aus welchen Fenstern wir blicken ist entscheidend dafür, wie unsere Welt aussieht. Es gibt so unterschiedliche Fenster: kleine Fenster, große Fenster, runde Fenster, schräge Fenster, Milchglasfenster... Und so unterschiedlich wie die Fenster sind auch die Menschen, die aus den Fenstern gucken. Selbst wenn wir aus dem gleichen Fenster schauen nehmen wir unterschiedliche Dinge wahr. Die Welt ist zu vielfältig, um sie komplett zu sehen. Niemand kann alles verstehen und jedes Detail erforschen. Und so bleiben wir vor unseren Bruchstücken stehen und versuchen uns daraus unser Weltbild zu basteln. Uns fehlen so viele Teile in unserem Puzzle, denn wo Fenster sind, sind auch Mauern. 

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